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Herkunft

Rosakakadu Wohnt man in Australien, dann ist es sehr unwahrscheinlich das ein Tag vergeht an dem man nicht einen der etwa 35 cm großen Rosakakadus sieht oder hört. Der wissenschaftlicher Name des Galah, wie die Australier den Rosakakadu nennen, ist Eolophus roseicapillus. Wieviele Unterarten es nun gibt ist umstritten. In der Regel spricht man von 2 bis 3 Unterarten. Der am häufigsten vorkommende Rosakakadu ist die in den östlichen Landesteilen vorkommende "östliche Unterart", der Eolophus roseicapillus. Außerdem gibt es eine kleine Bevölkerung der "südwestlichen Unterart", dem Eolophus roseicapillus assimilis und die in West- und Nordaustralien vorkommende und sehr seltene "nördliche Unterarten" Eolophus roseicapillus Kuhli. Der Unterschied zwischen den Unterarten ist nur geringfügig und bezieht sich auf die Größe des Vogels, die Größe und die Farbe der Haube, sowie die Farbe der Haut um das Auge herum. Allgemein gilt aber der gesamten australischen Rosakakadu Kontinents und einige süd-östlich vorgelagerte Inseln als Ausbreitungsgebiet der Rosakakadus. Sowohl die südwestliche, wie auch die östliche Art können nahezu als Kosmopolit bezeichnet werden, sind aber vorangig in offenem Gelände der Trockensavannen zu finden. Sie sind Standorttreu und leben in losen Verbänden die sich im Umkreis von ca. 10 km um ihren Brutbaum aufhalten, Jung- und nichtbrütende Altvögel ziehen in großen Schwärmen von bis zu mehreren tausend Tieren umher und sind auch zusammen mit anderen Kakaduarten anzutreffen. Sie ernähren sich von Sämereien, Gräser, Sprösslinge, Wurzeln etc.



Beide Geschlechter sind gleich gezeichnet, Rückenseite und Flügeldecken sind vom hellen ins dunkelgrau übergehend. Kopf, Hals, Brust und Bauch sind rosarot. Die Haube ist kleiner als die anderer Kakaduarten und hat eine runde Form. Die Haube ist weiß, bei manchen Tieren leicht rosa gefärbt. Rosakakadu Die Iris der Männchen ist dunkelbraun bis schwarz und um das Auge zieht sich ein warziger Augenring, der eine starke Rosafärbung aufweißt. Mit der Geschlechtsreife wird der Augenring der Weibchen schmaler und glatter. Ihre Iris ist rotbraun bis braun, bei den Jungvögeln dunkel. Nach etwa einem Jahr beginnt sich der Ring dann gräulich zu färben. Jungtiere sind in ihrer Rosafärbung bei weitem nicht so ausgeprägt wie es bei erwachsenen Tieren der Fall ist. Erst mit der ersten Mauser verlieren sie die teilweise von grau unterbrochen Farbzeichnung und bekommen ihre letztendliche Färbung.

Die Brutzeit ist von der Regenzeit abhängig. In mitteleuropäischer Zucht ist diese aber zumeist zwischen April und Mai. Die Rosakakadus suchen sich zumeist Nisthöhle in Eukalyptusbäumen die in der Nähe von offenem Wasser liegen. Der Höhleneingang kann dabei in bis zu 20Meter höhe liegen. Bevor sie die Eier ablegen, wird um den Baumstamm herum ein breiter Streifen Rinde abgefressen. Dies soll verhindern, das Schlangen am Baum herauf an das Gelege kommen. Ein Gelege besteht aus bis zu 5 Eiern. Die in der Regel nach 23-30 Tagen schlüpfenden Jungen sind nach etwa 7 - 8 Wochen flügge und werden nach weiteren 6 Wochen unabhängig von den Eltern. In der freien Natur wurde beobachtet, das flügge Jungtiere sich in Gruppen versammeln die von einigen erwachsenen Tieren beobachtet werden, während die Eltern auf der Nahrungssuche sind die aus Beeren, Kräutern, Samen der Gräser und aus angebauten Getreidearten besteht.

Der Rosakakadu ist einer der wenigen Kakadus, der durch seine Anpassungsfähigkeit von der Besiedlung des australischen Kontinentes profitiert hat. Die riesigen Getreidefelder mit mächtigen Bewässerungsanlagen brachten Rosakakadu ihnen nahezu ideale Lebensbedingungen. Die Tiere sind inzwischen soweit verbreitet, dass man ihnen in Ortschaften und Städten begegnet. Besonders in den frühen Morgen und in den Abendstunden sind ihre Stimmen zu hören. Bei den Farmer richten die umherziehenden Schwärme erheblichen Schaden an. Von den Behörden genehmigt führen betroffene Farmer einen erebarmungslosen Vernichtungskrieg gegen den Rosakakadu. Andererseits hat die australischen Regierung den Fang und den Export dieser Vögel verboten, weshalb der Rosakakadu bei uns ein ehr seltener Vogel ist.

Der Rosakakadu hat ein erstaunliches Nachahmungstalent das sie z.B. dazu benutzen um größere Vögel durch Geräuschimitationen aus ihren Schlafbäumen zu vertreiben. Außerdem baden Rosakakadu für ihr leben gerne. Sobald es beginnt zu regnen, drehen und wenden sie sich wie unsereins unter der Dusche. Sie Spreizen die Flügel und lassen erst wieder ab, wenn das wasser nur so an ihnen herunter tropft. Dieses Verhalten ist auch in der Gefangenschaft gut zu beobachten.


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Letzte Aktualisierung dieser Seite vom 18.01.2009