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Dämmerlicht - und ein Plus an Sicherheit

Lange habe ich nach einem Weg gesucht, um in der Voliere eine Dämmerung zu realisieren. Natürlich gibt es auf dem freien Markt einige professionelle Lösungen, jedoch sind diese alles andere als preiswert. Allein ein entsprechendes programmierbares Steuergerät kostet rund 250 Euro. Die entsprechenden Birdlamps bedürfen spezieller Spulen, die weitere Kosten verursachen.

Um an dieser Stelle eines vorwegzunehmen:
EINE BIRDLAMP MUSS IN JEDEM VOGELHEIM VORHANDEN SEIN, lediglich für das von mir gewünschte Dämmerlicht kann man auf herkömmliche Leuchten zurückgreifen.

In meiner Voliere gab es als optisches Element die Halogenstrahler (siehe Foto), die täglich bis zu 5 Stunden eingeschaltet waren. Bei einer Leistung von 5 x 20 Watt war dies nicht gerade günstig. Lange Zeit habe ich über LED-Strahler nachgedacht, jedoch waren mir diese zunächst in der Anschaffung zu teuer und zudem nicht hell genug.






Irgendwann habe ich mich dann doch einmal entschlossen und habe meine Halogenstrahler durch LED-Strahler ersetzt. Ich habe mich dabei für Strahler mit 18 LEDs entschieden. Diese kosten zwischen 4,50 und 8,00 Euro. Jeder Strahler hat 1,5 Watt womit die Gesamtleistung bei etwa 8 Watt liegt. Im Vergleich zu den 100 Watt zuvor und der höheren Lebenserwartung der Strahler eine Anschaffung die sich lohnt und die sich für uns schon nach einem Jahr amortisiert hat.




Die Lichtausbeutung kann bei diesen Strahlern gesteigert werden, da die Strahler auch ganz mit 13.2 Volt betrieben werden können ohne Schaden zu nehmen. Selbst 15V haben sie bei mir 2 Wochen lang schadlos überstanden bevor ich auf 13.2 Volt zurückgedreht habe. Das Licht ist bei 13.2 Volt in etwa vergleichbar mit einem 10 Watt Halogenstrahler und für meine Zwecke mehr als ausreichend. Da die LED-Strahler nur eine sehr kleine Leistung haben reicht für den Betrieb ein einfaches kleines Steckernetzteil (13.2Volt, 300mA), das im Elektronikversand und/oder im Internet für 10-15 Euro zu bekommen ist.


Nun ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Dämmerlicht. Mein Ziel war, eine Dämmerung von etwa 30 – 60 Minuten zu erreichen. Für die Elektronikfreaks unter euch: Ich habe Rechenbeispiele mit Kondensatoren vorgenommen, die mich in der Anschaffung ein Vermögen gekostet hätten. Zum Schluss bin ich dann bei den kleinsten auf dem Mark erhältlichen Standard – Akkus gelandet. 10 Stück vom Typ AAA ( eine Nummer kleiner als die gängigen Mignon), die es mit 110 und 200 mAH gibt, kosten keine 2 Euro pro Stück. Ich empfehle Akkus mit Lötfahnen, die einfach zusammen gelötet werden. Dabei wird immer der Pluspol an dem Minuspol des nächsten Akkus gelötet, so dass eine lange Kette entsteht. Im Elektronikversand sind auch Batteriefächer erhältlich die das löten ersparen. Der letzte Pluspol wird mit dem Plus des Netzteils, der letzte Minuspol mit Minus des Netzteils verbunden. Fertig.


Mit dem Einschalten der Strahler beginnt nun das laden der Akkus. Werden die Lampen ausgeschaltet, leuchten die Strahler solange nach, wie die Akkus Zeit hatten sich zu laden. Die Lampen werden dann immer dunkler, wie bei einer Taschenlampe mit leeren Batterien.

Alles in allem kostet die Lösung ca. 80 - 100 Euro. Vielleicht ist aber schon das eine oder andere vorhanden und kann verwendet werden.

Kleiner Nebeneffekt dieser Lösung. Fällt der Strom aus, ist nicht mit einem Schlag alles dunkel und Vögel die vielleicht gerade im Flug sind können sich nicht verletzen. (siehe hierzu auch den Beitrag USV)



Weitere wichtige Themen beim Volierenbau sind:.

Das richtige Platzangebot

Die richtigen Werkstoffe

Die richtige Einstreu

Das richtige Raumklima


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Letzte Aktualisierung dieser Seite vom 06.11.2008