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Das richtige Raumklima

Das richtige Raumklima für die eigenen Lieblinge zu finden ist keine Frage der richtigen Temperatur. Ganz andere Faktoren spielen bei dem richtigen Raumklima die Hauptrolle. Dazu gehören in erster Linie die Luftfeuchtigkeit und die Luftqualität.


Temperaturen
Nicht nur im Winter herrschen in der Wohnung andere klimatische Verhältnisse als in der freien Laufbahn. Dabei geht es gar nicht mal um die richtige Temperatur. So können z.B. auch Wellensittiche bis zum Spätherbst und bei Temperaturen im einstelligen Bereich in einer Außenvoliere bleiben, wenn sie sich mit den fortschreitenden Jahreszeiten an die Kälte gewöhnen können. Dagegen ist ein abruptes aussetzen von Vögeln aus der warmen Stube in die Kälte mit Sicherheit tödlich. Es gibt Vogelarten die sehr widerstandsfähig sind und auch unsere Wintermonate im freien überstehen. Ein Beispiel ist der Rosakakadu, der die hiesigen Wintermonate gut übersteht.


Luftfeuchtigkeit
Ein viel größeres Problem bei der Vogelhaltung ist die richtige Luftfeuchtigkeit. Gerade Exoten können sehr schnell Symptome von Schnupfen und Husten aufweisen. Eine Luftfeuchtigkeitsgehalt, der in den Sommermonaten noch in einem akzeptablen Bereich liegt, wird sich in den Wintermonaten sehr drastisch verändern. Durch Heizungen trocknet die Luft immer weiter aus und bewirkt Reitzungen der Atemwege der Tiere. In der Nacht trocknet die Luft weiter aus, da sich die wenige Luftfeuchtigkeit an den Fensterscheiben niederschlägt. Bevor sie nun losrennen und handelsübliche Wasserverdunster an ihre Heizung hängen, lesen sie bitte folgende Warnung. Diese Wasserverdunster sind nicht nur für die Vögel sondern auch für Ihre Gesundheit nicht gerade förderlich.

Im Wasser befinden sich Keime, die an der warmen Heizung ideal „brühten“ können. Diese Keime werden dann durch die Verdunstung im ganzen Raum verteilt und können Erkrankungen auslösen.

Eine andere Möglichkeit die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen sind Zimmerpflanzen. Aber auch diese müssen sorgfältig ausgesucht werden, all zu viele Pflanzen sind für die Tiere giftig. Zudem werden sie nicht all zu lang Spaß an den Pflanzen haben da sie den Tieren auch als Beschäftigungsmöglichkeit dienen und sehr schnell zerfressen sind.

Bleibt noch der Weg der technischen Aufrüstung. Es gibt unzählige Geräte, die für Mensch und Tier die Luftfeuchtigkeit auf ein verträgliches Maß anheben. Sie sollten sich vor der Anschaffung eines solchen Gerätes genaustens informieren. Es gibt filterlose Geräte und welche bei denen etwas vierteljährlich ein Filter ausgetauscht werden muss. Es gibt Geräte die durch eine Umwälzung funktionieren, andere arbeiten mit Ultraschall. Auch die Verwendung des Wassers ist nicht einheitlich. Einige Geräte benötigen Kondenswasser, andere kommen mit Leitungswasser aus. Und zum Schluß sollten sie auch noch ein Auge auf die max. Leistung des Gerätes werfen. Die Geräte tragen Angaben bis zu welcher Raumgröße sie in der Lage sind, die Luftfeuchtigkeit effizient im Raum zu verteilen.

Alles in allem werden ihnen diese Geräte aber sicher helfen, eine für die Vögel angenehmere Luftfeuchtigkeit und somit ein angenehmeres Raumklima zu schaffen.

Ob sie die für Papageien empfohlene Luftfeuchtigkeit von 60 bis 70 Prozent allerdings wirklich erreichen und was ihr Vermieter dazu sagt, ist eine andere Frage.


Luftqualität
Außer der Luftfeuchtigkeit ist auch die Reinheit der Luft ein großer Faktor bei einer gesunden Papageienhaltung. Dabei geht es um den Grad der in der Luft enthaltenen Staubpartikel die z.B. durch die Einstreu und den Gefiederstaub in den Raum eingebracht wird.

Neben ausreichendem Lüften, welches aber wieder die Luftfeuchtigkeit senkt, gibt es auch hier Geräte die dem Vogelhalter unterstützen.

Die Geräte werden als Ionisatoren bezeichnet und reinigen die negativen Ionen der Luft von sehr feinen Staubpartikeln. Die in der Luft auf Positiv-Ionen schwebenden Bakterien, schwebenden Viren und Pilzsporen werden von den negativen Ionen in ihrer Ladung zuerst neutralisiert und danach negativ aufgeladen. Durch die ständige Zuführung negativer Ionen „wachsen“ immer mehr Partikel zusammen und bilden schließlich große Teilchen, die dann zu Boden sinken und werden einfach während der routinemäßigen Reinigung beseitigt (Staubsaugen, Staubwischen).

Achten sie beim Kauf eine Ionisators auf die max. Quadratmeterzahl die das Gerät in der Lage ist. Z.T: werden die Angaben auch in der Anzahl der Ionen angegeben. Geräte mit weniger als 600.000 Ionen können sie getrost im Regal stehen lassen, sie eigenen sich in keinster Weise für ganze Räume.




Weitere wichtige Themen beim Volierenbau sind:.

Das richtige Platzangebot

Die richtigen Werkstoffe

Die richtige Einstreu

Das richtige Licht


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Letzte Aktualisierung dieser Seite vom 18.01.2009